Das Zauberwort
                                                                                               Texte mit Effekt


Ghostwriting - aber korrekt in jeder Hinsicht


Vielleicht sollte man zuerst einmal den Begriff klären. Ghostwriting bedeutet, dass jemand, den Sie beauftragen aus Ihren Recherchen und Ihrer Quellenarbeit einen ansprechenden Text macht. Das heißt, Sie leisten die Hauptarbeit und Ihr Ghostwriter gießt das Ganze nur noch in eine ansprechende Form. Der „Ghost“-Teil bedeutet dabei, dass Ihr „hilfreicher Geist“ nirgendwo namentlich erwähnt wird oder sonst wie in Erscheinung tritt. Wenn Sie also zum Beispiel für Ihre Arbeit ausgezeichnet werden, müssen Sie hier nicht auf Ihren Ghostwriter hinweisen oder gar die Ehrung mit ihm teilen.


Diese Dienstleistung ist in Verruf geraten, weil einige Politiker ihre Doktorarbeiten oder ähnliches plagiiert haben. Hier fiel der Begriff „Ghostwriting“. Das ist natürlich falsch. Es ist ebenfalls falsch, von Ghostwriting zu sprechen, wenn eine ganze Arbeit inklusive Vor- und Nachbereitung in Auftrag gegeben wird. Hierbei handelt es sich schlicht um Betrug oder auch Unterschleif. Ghostwriting meint lediglich die Umsetzung einer fertigen Arbeit in Text. Und das ist nicht verboten sondern einfach eine Dienstleistung, die Sie jederzeit in Anspruch nehmen dürfen.


Genau genommen ist auch das SEO-Texten eine Art Ghostwriting, denn hier macht Ihr Texter aus Ihrem Warenangebot und Ihren Angaben einen Text. Das kann man natürlich mit allen anderen Arten von Texten ebenfalls machen. Dabei ist es die Aufgabe des Ghostwriters, alle Formvorgaben zu beachten, und Ihre Informationen so aufzubereiten, wie Sie das möchten. Alle Eckdaten und Quellen müssen so verwendet werden, wie Sie das festlegen. Ihr „schreibendes Gespenst“ sorgt dafür, dass das Ganze gut lesbar und ansprechend gestaltet ist. Wie viel gestalterische Freiheit dabei beim Schreibenden liegt, ist in Ihrem Ermessen.


Warum macht jemand so etwas?


Teilen wir die Frage, wollen wir? Warum also, sollte man einen Ghostwriter beauftragen? Zum Beispiel:


- Weil man schlicht die Zeit nicht hat, auch noch selber zu schreiben

- Weil man zwar in seinem Fachgebiet sehr gut ist, sich aber mit Formulierungen schwer tut

- Zur Qualitätssicherung


Ich konnte beim letzten Punkt sehen, wie Ihre Augenbrauen in die Höhe geschossen sind. Die Sache mit der Qualitätssicherung bedeutet, dass für Sie vielleicht bei langer Recherche oder auch durch lange Routine in in Ihrem Bereich bestimmte Zusammenhänge und Begriffe alltäglich sind. Auf einen Dritten trifft dies aber nicht zu. Folge: Ein für Sie völlig schlüssiger Text ist für ihn unverständlich. Lösung: Der (ebenfalls außenstehende) Ghostwriter, Für ihn existiert die „Selbstverständlichkeits-Falle“ nicht.


Ein Beispiel: Ich habe in meinem „Über mich“ geschrieben, dass ich mit NLP vertraut bin. Ich würde also bei einem Leitfaden zur Gesprächsführung folgendes schreiben: „Wenn der Rapport erzeugt wurde, muss auf Kongruenz geachtet werden. Treten Inkongruenzen auf, sollte nach Mustern gesucht und diese analysiert werden.“


Ihre Antwort auf diesen Satz lautet vermutlich: „Häh???“  Würde ich als mein eigener Ghostwriter diesen Satz schreiben, würde er wie folgt lauten: „Ist eine verbindende Gesprächsbasis, auf der Austausch stattfindet (Rapport) hergestellt, so sollte genau beobachtet werden, ob der Gesamteindruck harmonisch ist (Kongruenz). Fallen Abweichungen zwischen gesprochenem Wort, Absicht und Körpersprache auf (Inkongruenz) sollte beobachtet werden, wann und wo diese auftreten (Mustererkennung).“  


Sehen Sie? Der Inhalt ist genau der Gleiche. Nur der erste Satz wurde von einem NLPler geschrieben, dessen täglich Brot diese Dinge sind. Dass man das nicht verstehen könnte, ist für ihn undenkbar. Der zweite Satz hingegen wurde geschrieben von jemandem, der genug Abstand zum Thema hat um zu sehen, dass bestimmte Begriffe erklärt werden müssen. Diese kleine Stolperfalle, die Sache mit der Selbstverständlichkeit nämlich, kann massive Qualitätseinbußen im fertigen Text zur Folge haben.


Teil zwei fehlt noch. Warum bietet man Ghostwriting an? Oberflächlich betrachtet gibt es durchaus Gründe, einen solchen Service NICHT anzubieten. Zum Beispiel:


- Alle Urheberrechte werden an den Auftraggeber abgetreten

- Man erfährt keine Erwähnung oder gar Ehrung für seine Arbeit

- Man ist das „Zünglein an der Waage“ ob eine Arbeit, ein Text erfolgreich wird, oder nicht


Warum man Ghostwriting anbietet, weiß ich nicht. Warum ich das tue, jedoch schon. Soll ich mal listen, haben Sie Zeit? Ok


- Ich liebe es, zu schreiben und dabei auch noch Neues zu lernen

- Als „Wingman“ oder auch die sprichwörtliche „rechte Hand“ eines Menschen fühle ich mich richtig wohl

- Ich weiß, dass eine Gruppe immer mehr ist, als die Summe ihrer Teile. Wenn wir beide, Sie und ich also ein Team bilden, können wir vielleicht aus etwas Tollem etwas Großartiges machen

- meine 324 übrigen Gründe verrate ich Ihnen lieber persönlich.